Shuttle-Mediation per Telefon

telefon-Shuttle-Mediation


Eine Mediation per Telefon, genannt Shuttle-Mediation, liefert Ergebnisse in kurzer Zeit. Der Ablauf ist denkbar einfach und die Inhalte der Gespräche bleiben vertraulich. Wir telefonieren abwechselnd mit Ihnen und allen anderen beteiligten Personen. Wie ein Shuttle transportieren wir die relevanten Informationen zwischen Ihnen und Ihrem Mitstreiter. Diese Art der Kommunikation öffnet neue Perspektiven, aus denen tragfähige Lösungen entstehen. Die inhaltliche Gestaltung der Lösung verbleibt dabei in Ihrer Hand, als Wirtschaftsmediator sind wir eine neutrale Instanz.

Faktor Zeit

Die Mediation per Telefon kann schneller starten als alle anderen Varianten. Sie können mit unserer Methode teilweise schon am selben Tag Ergebnisse erzielen. Unsere sofortige Deeskalation der angespannten Situation trägt wesentlich zum Erfolg bei. Je eher ein Konflikt bearbeitet wird, desto schneller lässt sich eine gute Lösung finden. Die Konflikteskalation folgt vorhersehbaren Mustern und ist wissenschaftlich untersucht.

Sollte sich während der Bearbeitung Ihrer Angelegenheit ein alternativer Kommunikationsweg als sinnvoller erweisen, würden wir diesen vorschlagen und zum Beispiel die videobasierte Online Mediation einsetzen.

Vorteile

In der Theorie heißt es, dass das gesprochene Wort nur rund 10% der Kommunikation ausmacht. Der größte Teil von Kommunikation besteht aus Betonung, Gestik, Mimik und Körperhaltung. Dennoch empfinden die streitenden Parteien eine räumliche Distanz zueinander oftmals positiv. Damit wird überhaupt erst wieder eine Grundlage für Kommunikation geschaffen. 

Wir geben Ihnen die Zeit, den Sachverhalt aus Ihrer Perspektive und Ihre eigene Position umfassend zu erklären. Dann nehmen wir uns die Zeit, Ihnen die Position des Anderen verständlich zu machen. Dazu ist das Telefon ein geeignetes Werkzeug.

Anbahnung der telefonischen Wirtschaftsmediation

Sie schildern uns Ihren Fall telefonisch und informieren Ihren Konfliktpartner über die geplante Mediation. Wir nehmen dorthin Kontakt auf, klären Fragen zum Verfahren, vereinbaren die Aufteilung der entstehenden Kosten und bestätigen diese jeder Partei per E-Mail. Im Verfahren notieren wir die Zeiten für Telefonate, Schriftverkehr und Dokumentation im Fünf-Minuten Takt und berechnen diese am Ende des Verfahrens. Die Teilnahme an einer Mediation ist für alle Parteien und den Mediator freiwillig. Das bedeutet, jede Partei, auch der Mediator, kann das Verfahren jederzeit beenden. Ziel ist es, zu einer schriftlichen Vereinbarung der gemeinsamen Lösung zu gelangen. Die Vertraulichkeit aller Inhalte ist durch das Mediationsgesetz geschützt.

Geschichte der Shuttle-Mediation

Im Jahre 2008 war die DEURAG (Deutsche Rechtsschutz) die erste Versicherung, die Mediation als Lösungsweg angeboten hat. Das Thema wurde Kunden proaktiv vorgeschlagen, wenn sie Rechtsschutzfälle gemeldet haben. Die DEURAG hatte ihre Pläne seinerzeit den Vorständen 12 weiterer Versicherungen vorgestellt, von denen niemand Interesse gezeigt hat. 

Das Projekt der DEURAG war auf die klassische Präsenzmediation ausgerichtet, zu der sich alle Beteiligten versammeln. Aus dem Feedback der Kunden und deren Bedürfnissen einer schnellen Konfliktbearbeitung hat sich dann die Variante der telefonischen Shuttle-Mediation entwickelt. Bis zum Jahr 2014 wurden von der DEURAG ca. 60.000 Mediation mit einer Erfolgsquote >80% vermittlet.

Zahlen, Daten, Fakten

2005 - DEURAG evaluiert Mediation, 

2008 - erste Mediation Rechtsschutz

2012 - Mediationsgesetz

2015 - 100.000 Mediation im Jahr

2017 - ADR im Online Handel

In der jüngeren Vergangenheit ist die Akzeptanz der Mediation bei den Rechtschutzversicherern deutlich gestiegen. Stand 2016 boten rund 90% der Rechsschutzversicherungen ihren Kunden das Mediationsverfahren an. Allein im Jahr 2015 wurden rund 100.000 Verfahren durchgeführt. Im selben Maße sind Zivilprozesse zurück gegangen. Diese Entwicklung hat viele Gewinner, die Versicherer sparen Geld. Die öffentliche Hand spart Geld, denn die erhobenen Prozesskosten decken die tatsächlichen Kosten der Gerichte nicht. Hier geht es um viel Geld - im Jahr 2005 hatten 42% alle Haushalte eine Rechtsschutzversicherung. Die Versicherungen haben 3,4 Mio Fälle reguliert und dafür 2,2 Mrd € aufgewendet. Davon entfielen etwa 700 Mio € auf Gerichtskosten. 

Doch das eigentliche Arguement für die Mediation ist Zufriedenheit der Betroffenen. Die streitenden Parteien kommen schneller zu einer Lösung und finden ihren Frieden.


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