Anwendung Wirtschaftsmediation


Für den Mediator ist die Behandlung von Konflikten die Kernkompetenz. Als Voraussetzung für die Mediation sollten alle Parteien ein Interesse an der Lösung des Konfliktes mitbringen. 

Für uns sind Konflikte ein wichtiger Bestandteil im Leben. Nur dort, wo verschiedene Meinungen aufeinandertreffen und diskutiert werden, können neue Lösungen und Ideen entstehen. Das passende Klima und eine fruchtbare Konfliktkultur sind wesentliche Voraussetzungen für stetige Verbesserungen.

Konfliktfeld-Mediation-Ideen


Wann kann der Mediator helfen?

"Unser Wissen wächst exponentiell und damit auch unsere Technologie. Aber als Menschen haben wir immer noch die Instinkte, insbesondere die aggressiven Impulse, die wir als Höhlenmenschen hatten“ Steven Hawking 

Anstatt politische Ziele mit Waffen zu verfolgen, setzt der Physiker Steven Hawking seine Hoffnungen auf Empathie. Dieses Bild lässt sich vollständig auf alltägliche Konflikte übertragen. In einer erfolgreichen Mediation entsteht erst Empathie und dann eine Lösung für das Sachthema.

Wir sind auf die Anwendung der Mediation für Konflikte im Geschäftsleben fokussiert. Es können zwei oder mehr Parteien betroffen sein. Jede Partei besteht aus einer Person oder einer Gruppe.

Mediator, Berater und  Parteien in der Mediation

Der Mediator leitet ein strukturiertes Verfahren

Die fuenf Phasen der Mediation

Der Prozess folgt einem erprobten Schema und durchläuft fünf Phasen. Im Arbeitsbündnis werden alle Beteiligten werden über das Verfahren und seine Regeln aufgeklärt. Nachdem jeder Einzelne das Arbeitsbündnis bestätigt hat, wird der Fall thematisch gegliedert. Zu jedem Punkt dieser Themensammlung werden im Folgenden die Interessen aller Beteiligten ergänzt. Diese Sammlung aller Aspekte war den Medianten in den meisten Fällen bisher nicht bewusst. 

Neben den Sachthemen haben auch Emotionen, Bedürfnisse und Wünsche einen festen Platz in der Interessensammlung. 

Es folgt ein Brainstorming, bei dem alle  Medianten ihre Lösungsansätze aufzeigen. Diese Optionen werden dann gemeinsam bewertet, um die Schnittmenge der gemeinsam tragbaren Lösungen zu extrahieren. Zum Abschluss fixieren die Medianten ihre Lösung in einer schriftlichen Vereinbarung, die von allen Parteien unterzeichnet wird.

Fünf Säulen der Mediation

Der Mediator ist immer neutral und handelt allparteilich. Wenn die Kräfteverhältnisse es erfordern, unterstützt er die schwächere Partei  ihre Punkte zu formulieren. (z.B. Abhängigkeiten, rhetorische Fähigkeiten, zurückhaltende Charaktere) Methodenkompetenz und Kommunikationsfähigkeit des Mediators sind entscheidend für diesen Aspekt.

Die Medianten behalten selber die Verantwortung für ihre jeweiligen Bedürfnisse und bringen mögliche Lösungen selber ein. Der Mediator fördert, gibt Struktur und schafft Raum für neue Ideen. Die abschließende schriftliche Vereinbarung formulieren die Medianten, mit ihren eigen Worten und angemessener Unterstützung. 

Die Inhalte sind vertraulich, dazu verpflichten sich alle Beteiligten im Arbeitsbündnis. Die Vertraulichkeit ist eng mit der Selbstverantwortung verknüpft. Würde der Inhalt der Mediation mit Unbeteiligten diskutiert, entfernt sich der Mediant von seinen eigenen Bedürfnissen und reduziert die Tragfähigkeit der Lösung. Falls externe Sachverständige oder weitere Personen einbezogen werden sollen, erfordert dieses das Einverständnis aller Medianten. 

Sollte die Mediation erfolglos enden, bleiben die Inhalte vertraulich und dürfen nicht vor Gericht verwendet werden. Die Beteiligten haben sich verpflichtet, den Mediator nicht als Zeugen zu laden. Falls der Mediator gleichzeitig Anwalt ist, darf er keine der Parteien vor Gericht vertreten. Bei Mediationen in einem Unternehmen gilt derselbe Grundsatz. Als Ergebnis wird die getroffene Vereinbarung den zuvor benannten Personen im Unternehmen offengelegt, über den Inhalt ist Stillschweigen vereinbart.

Alle Beteiligten sollen dieselben Informationen haben. Mit diesem Grundsatz lassen sich Einzelgespräche zwischen dem Mediator und einem Medianten nur bedingt vereinbaren. Allerdings kann ein Einzelgespräch manchmal helfen, den Grundsatz der Allparteilichkeit umzusetzen. Die Abwägung erfolgt im Einzelfall, wobei ich als Mediator anschließend den Informationsaustausch sicherstellen muss.

Die Medianten nehmen freiwillig teil. Das bedeutet im Umkehrschluss, ein Mediant kann den Prozess jederzeit ohne Ergebnis abbrechen. Auch in diesem Fall gilt die Vertraulichkeit.

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