Trennung und Scheidung

Kindswohl-Scheidung

Regelungen zum Wohl des Kindes nach einer Trennung der Eltern (Bild Fotolia)

„Im Jahr 2016 wurden in Deutschland 162 397 Ehen geschieden. […] Etwa die Hälfte der geschiedenen Paare hatte minderjährige Kinder. …“ (Quelle: destatis.de)

Für die Kinder: Mediation im Trennungsfall

Wenn ein Paar für seine Beziehung das Ende gekommen sieht, bedeutet das die Trennung, verbunden mit einen emotionalen Ausnahmezustand. Das Bild von der Zukunft verschwimmt. Ein explosiver Cocktail der Gefühle kann in der Zeit des Auseinanderdividierens schnell zu einem Rosenkrieg eskalieren. Anschaffungen sollen aufgeteilt werden, Existenzsicherungen sollen abgestimmt werden und jeder Partner für sich muss in ein neues/anderes Leben hineinwachsen.

Dieser Prozess ist für Kinder schwierig, verlieren sie doch ihr gewohntes Umfeld, müssen sich mit Veränderungen im Bereich ihrer Eltern und Vertrauenspersonen zurecht kommen und haben vielleicht sogar Schuldgefühle. Die Spannungen im häuslichen Umfeld sind kaum vor Kindern zu verheimlichen. Kinder spüren sehr früh, wenn ihre Eltern nicht mehr glücklich sind. Der Abschluss dieser angespannten Lebenssituation kann sogar entlastend sein - insofern diese Lebensphase entsprechend abgeschlossen wird.

Mediation für das Wohl der Kinder

Während des Mediationsverfahrens sitzen die ehemaligen Partner noch einmal gemeinsam am Tisch und jeder formuliert seine Wünsche und Interessen. Der Wille, für die gemeinsamen Kinder die beste Lösung zu finden, ist hier die entscheidende Kraft. Der Mediator hilft dabei, dass eine Kommunikation zustande kommt, in der jeder seine Punkte vorbringen kann. Daraus entwickelt sind in der Mediation Verständnis für die jeweils andere Seite. Die Erfahrung zeigt, dass gerade hinsichtlich der Kinder, mehr Gemeinsamkeiten da sind als trennende Ansichten. Die Partner können erleben, dass sie nach wie vor tatsächlich Eltern sind. Kinder erleben dies als beruhigend und sehen die Eltern als Vorbild. Gemeinsame Antworten auf wichtige Fragen werden festgehalten, hier einige Beispiele: Wo leben die Kinder? Welche Werte sollen in der Erziehung vermittelt werden? Wie werden Besuche, Feiertage und Urlaube organisiert? Welche finanziellen Aspekte und Versicherungen sind neben den gesetzlichen Unterhaltspflichten wichtig?

Die gemeinsam erarbeitete Vorgehensweise wird als Mediationsvereinbarung festgehalten und hat vor dem Scheidungsgericht Bestand. Im Rahmen der Mediation könnten auch weitere finanzielle Aspekte der Trennung und die Aufteilung der Güter geregelt werden.

Wie kann der andere Weg aussehen?

Kinder-Trennung

Kind als Opfer der Trennung seiner Eltern (Bild Fotolia)

Schlimm wird es, wenn die Kinder zum Zielobjekt des Streits werden. Plötzlich geht es um Sorgerecht, Besuchsrecht, Unterhalt, Erziehungsthemen etc.. Wird in dieser emotional aufgeladenen Situation Streit auf dem Rücken der Kinder ausgetragen, dann ist das eine schwere Last. Die Kinder werden sich schnell in einem Loyalitätskonflikt wiederfinden und geraten zum Spielball der elterlichen Streitereien. Der Gipfel der Zumutung für die kindliche Seele fände im schlimmsten Szenario vor Gericht statt, wo das Kind sich entscheiden „darf“ bei welchem Elternteil es denn lieber leben möchte. Doch wie soll es diese Entscheidung treffen?

Sie können Ihren Kindern eine faire Chance bieten, indem Sie die Weichen für deren Zukunft gemeinsam mit Ihrem Ex im Rahmen einer Mediation stellen. Auch wenn Sie als Paar getrennt sind, jedes Kind hat zwei Eltern.

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