Mediation: Akute Konflikte bearbeiten

Vier Schritte zu Ihrer Mediation:

Vier Schritte zur Mediation, Vorgespräch, Parteien kontaktieren, Termin und Ort festlegen, Mediationsvertrag

Kostenlose Erstberatung: +49 152 34291025 

  1. telefonisches Vorgespräch 
  2. Parteien kontaktieren 
  3. Termin und Ort festlegen 
  4. Mediationsvertrag unterschreiben

Als Voraussetzung sollen alle Medianten das Interesse an einer zeitnahen Konfliktlösung mitbringen. Sie können zwar jemanden verklagen, aber niemanden zu einer Mediation zwingen.

Schritt 1 - Vorgespräch

Ziel des Gesprächs ist ein erstes Kennenlernen und die Beantwortung Ihrer Fragen. Im Vorgespräch schildern Sie Ihre Lage in groben Zügen. Als Ergebnis erhalten Sie eine Bewertung der Eignung Ihres Falls für die Mediation. Für unsere Beurteilung sollten wir erfahren:

Worum geht es in der Sache? 

Welche Personengruppen sind beteiligt?

In welcher Beziehung stehen die Personen zueinander?

Wünschen Sie eine klassische Präsenzmediation in Ihren Räumen oder eine der folgenden Varianten:

Schritt 2 - Parteien kontaktieren

Die erste Herausforderung auf dem Weg zur Mediation besteht darin, alle Parteien an den Tisch zu bekommen. Wir unterstützen Sie, indem wir die Parteien über die geplante Mediation informieren und aufklären. Sie kündigen unsere Kontaktaufnahme an, dann werden wir aktiv. 

Vorbeugung - eine Mediationsklausel in Ihre Verträge aufnehmen.

Schritt 3 - Termin und Ort festlegen

Nachdem die Parteien der Mediation zugestimmt haben, koordinieren wir den ersten Termin. Folgetermine werden dann in den Sitzungen vereinbart.

Schritt 4 - Mediationsvertrag unterschreiben

In der ersten Sitzung erklären wir zunächst den Ablauf der Mediation und alle Parteien unterschreiben den Mediationsvertrag. Im Vertrag werden die Säulen der Mediation als Spielregeln und gesetzliche Grundlage, sowie die Verteilung der Kosten vereinbart. Anschließend steigen wir in das Thema ein.

Wissenswertes über Mediation und Mediator

Kosten für die Mediation

Das Honorar für den Mediator rechnen wir nach verbrauchten Stunden für die Sitzungen zuzüglich Vor- und Nachbereitungen ab. Hinzu kommen Nebenkosten (Reise / Raum) für die Durchführung. Die Abrechnung erfolgt monatlich, jede Partei bekommt eine eigene Rechnung für ihren Anteil. Falls in der ersten Sitzung kein Mediationsvertrag zustande kommen sollte, rechnen wir nur bis dahin entstandene Kosten ab.

Welche dieser Kosten im Rahmen einer Rechtschutzversicherung erstattet werden könnten, prüfen die Parteien eigenverantwortlich und rechnen selber mit der Versicherung ab.

Externe Berater

Mediation-Berater-Parteien

Mediator, Berater und  Parteien in der Mediation

Die Parteien können sich von Rechtsanwälten oder anderen Beratern begleiten, anstehende Vereinbarungen rechtlich prüfen oder durch einen Anwalt rechtssicher formulieren lassen. Die Anwälte oder Berater werden von der jeweiligen Partei separat beauftragt und vergütet. 

Falls die Parteien unabhängige Sachverständige einbeziehen wollen, würde eine Kostenverteilung und die Modalität der Abrechnung zuvor gemeinsam beschlossen.

Fünf Phasen einer Mediation

Fünf Phasen 1920

Fünf Phasen der Mediation - Tetraeder in Bottrop

Die Mediatoren leiten das Verfahren und folgen einem erprobten Schema, dass auch als „Verhandlung nach dem Havard Konzept“ bekannt ist.  Eine Mediation durchläuft fünf Phasen, wobei einzelne Phasen sich wiederholen können. Im Arbeitsbündnis werden alle Beteiligten über das Verfahren und seine Regeln aufgeklärt. Nachdem jeder Mediant das Arbeitsbündnis bestätigt hat, wird der Fall thematisch gegliedert. Zu jedem Punkt dieser Themensammlung werden im Folgenden die Interessen aller Beteiligten ergänzt. 

Von verschiedenen Interessen zur gemeinsamen Lösung

Interessen meint eine Sammlung aller Aspekte, die aus den jeweiligen Perspektiven für den Fall relevant sind. Hier zeigen sich sowohl die unterschiedlichen Interessen der Medianten, als auch die Gemeinsamkeiten.

Neben den Sachthemen haben auch Emotionen, Bedürfnisse und Wünsche einen festen Platz in der Interessensammlung. Dieser Punkt ist abgeschlossen, wenn alle Interessen aufgezeigt und gegenseitig Verstanden sind. Die gefundenen Gemeinsamkeiten bilden die Basis für weitere Schritte zur Klärung der strittigen Punkte. 

Es folgt ein Brainstorming, bei dem alle  Medianten ihre Lösungsansätze (Optionen) aufzeigen. Diese Optionen werden dann gemeinsam bewertet, um die Schnittmenge der gemeinsam tragbaren Lösungen zu extrahieren und dann Details zu verhandeln. Zum Abschluss fixieren die Medianten ihre Lösung in einer schriftlichen Vereinbarung, die von allen Parteien unterzeichnet wird.

Die fünf Säulen der Mediation

Jede Mediation basiert auf diesen fünf Säulen, dessen Einhaltung der Mediator einfordert.

Fuenf-Saeulen-der-Mediation

Die Säulen der Mediation

  • Allparteilichkeit
  • Selbsbestimmtheit
  • Vertraulichkeit
  • Informationsgleichheit
  • Freiwilligkeit

Allparteilichkeit

Der Mediator ist immer neutral und handelt allparteilich. Wenn die Kräfteverhältnisse es erfordern, unterstützt er die schwächere Partei  ihre Punkte zu formulieren. (z.B. Abhängigkeiten, rhetorische Fähigkeiten, zurückhaltende Charaktere) Methodenkompetenz und Kommunikationsfähigkeit des Mediators sind entscheidend für diesen Aspekt.

Selbsbestimmtheit

Die Medianten behalten selber die Verantwortung für ihre jeweiligen Bedürfnisse und bringen mögliche Lösungen selber ein. Der Mediator fördert, gibt Struktur und schafft Raum für neue Ideen. Die abschließende schriftliche Vereinbarung formulieren die Medianten, mit ihren eigen Worten und angemessener Unterstützung. 

Vertraulichkeit

Die Inhalte sind vertraulich, dazu verpflichten sich alle Beteiligten im Arbeitsbündnis. Die Vertraulichkeit ist eng mit der Selbstbestimmtheit verknüpft. Würde der Inhalt der Mediation mit Unbeteiligten diskutiert, entfernt sich der Mediant von seinen eigenen Bedürfnissen und reduziert die Tragfähigkeit der Lösung. Falls externe Sachverständige oder weitere Personen einbezogen werden sollen, erfordert dieses das Einverständnis aller Medianten. 

Sollte die Mediation erfolglos enden, bleiben die Inhalte vertraulich und dürfen nicht vor Gericht verwendet werden. Im Mediationsgesetz ist ein Zeugnissverweigerungsrecht des Mediators für Zivilprozesse geregelt. Die Beteiligten verpflichten sich, den Mediator nicht als Zeugen zu laden.  Bei Mediationen in einem Unternehmen gilt derselbe Grundsatz. Als Ergebnis wird die getroffene Vereinbarung den zuvor benannten Personen im Unternehmen offengelegt, über den Inhalt ist Stillschweigen vereinbart.

Informationsgleichheit

Alle Beteiligten sollen dieselben Informationen haben. Mit diesem Grundsatz lassen sich Einzelgespräche zwischen dem Mediator und einem Medianten nur bedingt vereinbaren. Allerdings kann ein Einzelgespräch manchmal helfen, den Grundsatz der Allparteilichkeit umzusetzen. Die Abwägung erfolgt im Einzelfall, wobei der Mediator anschließend den Informationsaustausch sicherstellen muss.

Freiwilligkeit

Die Medianten und der Mediator nehmen freiwillig teil. Das bedeutet im Umkehrschluss, jeder hat das Recht, seine Mediation vorzeitig zu beenden, auch wenn noch keine Vereinbarung erzielt wurde. Auch in diesem Fall gilt die Vertraulichkeit.

Unsere Rolle als Mediator

Wir fördern den Respekt im Umgang zwischen den Parteien und schaffen eine neue Basis für den Dialog. Schritt für Schritt unterstützen wir Sie bei der Erarbeitung Ihrer eigenen Lösung. Am Ende haben zufriedene Parteien eine nachhaltige Vereinbarung ausgehandelt.

Der Erfolg beruht auf dem Ansatz, dass alle Facetten des Konfliktes von allen Parteien verstanden werden. Erfolgreiche Mediation bedeutet, Konflikte unter Vermittlung eines neutralen Dritten lösen. Der Weg ist ein vielfach bewährter Prozessablauf. Wir begleiten Sie dabei, achten auf die Reihenfolge der Schritte und darauf, dass jeder Schritt abgeschlossen wird. 

Unser Werkzeug ist Kommunikation, wir kennen die Fallstricke verletzender Worte und unterstützen Sie, Ihre Aspekte so zu formulieren, dass Ihr Gegenüber Respekt erfährt, zuhört und Ihre Sichtweise versteht. Anders herum bekommt auch Ihr Gegenüber den notwendigen Raum um seine Sicht auf die Dinge zu formulieren. Wie ein Schiedsrichter unterbrechen wir das Spiel bei jedem Foul. Allerdings gibt es keinen Freistoß, sondern wir wiederholen den Spielzug mit Respekt. Diese positiven Erfahrungen mit bewusster und gewaltfreier Kommunikation bewirken nachhaltige Veränderungen.

In der Sache selber bleiben Mediatoren stets neutral.

Tragfähige Lösung in kurzer Zeit

In-der-Mediation-behalten-die-Parteien-ihre-Autonomie

Zufriedene Gesichter

Die Erfolgsquote der Mediation liegt bei  85%, das bedeutet in mehr als 8 von 10 Fällen werden wir eine Lösung erreichen, mit der alle Parteien zufrieden sind. In einem unverbindlichen Vorgespräch klären wir, wie wir Ihren individuellen Fall angehen würden. Die zeitliche Abfolge der Gespräche können Sie direkt beeinflussen. Teilweise erzielen wir schon am Tag der Anfrage erste Ergebnisse. Die Dauer von gerichtlichen Klärungen wird in Monaten und Jahren gemessen - wir rechnen bis zum Ergebnis mit Tagen und Wochen. Ein schnelles Resultat für Streitigkeiten, ob innerhalb der Firma, mit dem Nachbarn, unter Freunden oder in der Familie.

Produktivitätssteigerung durch Mediation

Witschaftsmediator-Konflikte-gemeinsam-lösen

Verschiedene Fachbereiche und Kulturen in einem Meeting

Ungelöste Konflikte haben negative Auswirkungen auf die Produktivität. In diversen Schattierungen wird Arbeitszeit auf den Streit verwendet, schlechte Stimmung raubt Energie und erhöht den Krankenstand, im extremen Fällen werden dann die Kunden als Druckmittel eingesetzt. Wir analysieren die Zusammenhänge und helfen bei der Evaluation sinnvoller Maßnahmen. Durch unsere konstruktive Bearbeitung der Konflikte stärken Sie die Bindung Ihrer wertvollen Mitarbeiter an das Unternehmen.

Start   Seminare   Mediation   Beratung   Impressum 

Mediator Stephan Beckmann Tel 0152 34291025   sb@mediation-beckmann.de  
Heilpraktikerin Christine Beckmann Tel 0151 23036487   cb@mediation-beckmann.de  
©  2017 Mediation Beckmann - Die Kommunikations-Reparierer aus Bochum